Mineralien

Magnesium – Salz der inneren Ruhe

Magnesium wird sowohl als Mineral der „inneren Ruhe“ als auch der Lebensenergie bezeichnet. Aus Sicht der Orthomolekularen Medizin ist Magnesium der wichtigste Mineralstoff für den Menschen, weil er nicht, wie zum Beispiel Calcium im Körper auf Vorrat angelegt werden kann, sondern täglich zugeführt werden muss. In unserem hektischen Leben nimmt Magnesium eine bedeutende Rolle ein. Wie wir uns fühlen, ob wir den täglichen Herausforderungen gewachsen sind, wie wir mit dem täglichen Stress umgehen und ob wir krank werden, hängt auch maßgeblich von der Magnesiumverfügbarkeit in unserem Körper ab. Leider enthalten unsere Lebensmittel immer weniger Magnesium wobei unser Körper durch unsere ungesunde Lebensführung immer mehr Magnesium benötigt.

Magnesiummangel ist die Folge davon und eine Vielzahl von Beschwerden kann ursächlich darauf zurückgeführt werden. Er führt zu Muskelbeschwerden, Muskelkrämpfen, Schwindel, Migräne, Ohrensausen, Hörsturz oder sogar Herzrhythmusstörungen.

Magnesium ist in Blattgemüse, Soja, Nüssen, Samen, Vollkorn, Fisch und Obst enthalten. Doch die Böden sind ausgelaugt und enthalten nur mehr wenig Magnesium, das sie in die Pflanzen abgeben können. Deshalb können wir unseren Magnesiumbedarf über die Nahrung allein nicht ausreichend befriedigen. Wer einen hohen Magnesiumbedarf hat, für den ist eine zusätzliche Magnesiumgabe unvermeidbar.

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie durch eine einzige Magnesiuminjektion Beschwerden gelindert und der Allgemeinzustand schlagartig verbessert werden kann. Immer mehr Mediziner erkennen die Bedeutung von Magnesium und empfehlen Ihren Patienten die Einnahme dieses elementaren Minerals. Doch die Aufnahme von Magnesium-Präparaten im Magen-Darm-Trakt ist durch viele Umstände stark beeinträchtigt, so dass in der Zelle oft nur Bruchteile des verabreichten Magnesiums ankommen.

Seit 2007 gibt es eine neue Form von Magnesium, das auf die Haut gesprüht oder als Zusatz in einem Bad über die Haut aufgenommen wird. Erste Studien haben gezeigt, dass die Verfügbarkeit dieses transdermal applizierten Magnesiums in der Zelle wesentlich höher ist als bei oraler Einnahme. Gewonnen wird dieses Magnesium aus einer unterirdischen Quelle in zirka 1600 Meter Tiefe in den Niederlanden, der Zechstein See. Das Magnesium wurde dort vor etwa 250 Millionen Jahren abgelagert und ist so rein, dass es ohne weitere Verarbeitung für medizinische Zwecke eingesetzt werden kann.

Calcium – die Knochennahrung

In unseren Knochen stecken 1,2 Kilogramm Calcium. Der Rest wirkt im Nervensystem und transportiert wichtige Substanzen in und aus den Zellen. Der Gegenspieler von Calcium ist Phosphat. Wenn viel Phosphat mit der Nahrung aufgenommen wird, z. B. Cola und Wurstwaren, wird viel wertvolles Calcium ausgeschieden. Gelenkschmerzen, Falten und Gefäßverkalkung sind die Folge.

Calcium braucht den Magensaft als saures Milieu, um aufgenommen werden zu können. Mit zunehmendem Alter wird jedoch immer weniger Magensäure produziert und dadurch die Calciumaufnahme behindert.

Nüsse, Samen, Eigelb, Kohl, Spinat, Fenchel, Hülsenfrüchte und Milchprodukte sind gute Calciumquellen.

Tipp: Gönnen Sie sich regelmäßig ein Sonnenbad oder einen Spaziergang im Freien. Licht und Sonne produzieren Vitamin D, das die Calciumaufnahme und den Knochenaufbau aktiviert.

Kalium – gut fürs Herz

Kalium ist das Stimulanz der Nervenimpulse und Muskelarbeit. Kalium senkt den Blutdruck und wirkt entspannend. Es stärkt die muskuläre Kontraktionskraft besonders des Herzens und nimmt Einfluss auf den Herzrhythmus. Kalium ist außerdem wichtig für die Regulierung des Wasserhaushalts und die Eiweißproduktion. Ein Kaliummangel führt zu Muskelschwäche, Apathie, Störungen der Herzfunktion bis hin zum Kollaps.

Kaliumreiche Lebensmittel sind: Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse, Bohnen, Fleisch, Milchprodukte, Bananen und Orangen.