Vitamine

Vitamin A (Retinol) – der Jungbrunnen

Vitamin A ist wichtig für die Erhaltung der Sehkraft und die ständige Erneuerung der Zellen. Appetitmangel, brüchige Nägel, trockene Haut, brüchiges Haar, Hautauschläge, Sehstörungen und Schleimhautinfektionen zeigen einen Mangel an Vitamin A an.

Besonders reich an Vitamin A sind Leber, Karotten, Spinat, Kürbis, Papaya, Grünkohl, Tomaten, Avocado, Pfirsich und Aprikosen.

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist das einzige Vitamin, das man nicht überdosieren darf. Besonders Schwangere sollten darauf achten.

B-Vitamine

Vitamin B ist eine Vitamin-Gruppe, in der acht Vitamine zusammengefasst sind, die alle als Vorstufe für Co-Enzyme dienen. Die Nummerierung ist nicht durchgehend, weil sich bei vielen Substanzen, die ursprünglich als Vitamine galten, der Vitamin-Charakter nicht bestätigen ließ.

Vitamin B1 (Thiamin) – die Nervenkraft

Vitamin B1 bildet die Schutzschicht aller Nervenzellen und stärkt die Übertragung von Nervenreizen. Vor allem aber baut es den Blutzucker (Glucose) ab, die einzige Energienahrung, die unser Gehirn verwerten kann. Vitamin B1 sorgt deshalb für geistige Frische.

Enthalten ist dieses Vitamin in allen Vollkornprodukten, Nüssen, Samen, Gemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchten.

Vitamin B2 (Riboflavin) – der Energiespender

Vitamin B2 ist wichtig für die Bildung des Hormons Adrenalin und die Energiegewinnung in der Zelle. Vitamin B2 ist neben dem Schilddrüsenhormon Thyroxin der wichtigste Antriebsmotor für die Lebensenergie.

Vitamin B2 ist in grünem Blattgemüse, Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten und Vollkornprodukten enthalten. Vitamin B2 ist lichtempfindlich. Milch in durchsichtigen Glasflaschen ist daher ein wertloser B2-Lieferant.

Vitamin B3 (Niacin) – der Glücksbringer

Niacin ist der wichtigste Helfer beim Sauerstofftransport und der Energiegewinnung und wirkt ähnlich einem Hormon beim Aufbau von Glückshormonen. Vitamin B3 ist wichtig für den Fett- und Eiweiß-Stoffwechsel und eine ausgeglichene Stimmungslage.

Vitamin B3 ist vorwiegend enthalten in magerem Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse, Weizenkeimen, Nüssen und Bierhefe.

Vitamin B5 (Pantothensäure) – der Wachmacher

Vitamin B5 ist wichtig für jeden Kopfarbeiter, denn es macht mental wach und fit. Es ist wichtig für die Produktion von Anti-Stress-Hormonen und hilft Entzündungen vorzubeugen. Pantothensäure schützt Haut und Haare, insbesondere stoppt es das Grauwerden der Haare und fördert die Hautbräune.

Vitamin B5 ist vorwiegend enthalten in Innereien, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Eigelb, Grüngemüse, Milchprodukten und Gelée royale.

Vitamin B6 (Pyridoxin) – die Eiweiss-Fabrik

Vitamin B6 ist wichtig für die Bildung von Aminosäuren, den Bausteinen für Eiweiss. Es ist wichtig für die Blutbildung, die Stabilisierung des Immunsystems, die Bildung der Magensäure und den Wasserhaushalt.

Besonders reich an Vitamin B6 sind mageres Fleisch, Fisch, Vollkorn, Gemüse, Nüsse, Samen, Avocados, Bananen und Hülsenfrüchte.

Vitamin B12 (Cobalamin) – die Blutkur

Vitamin B 12 ist für die Blutbildung, Zellwachstum und Zellteilung unverzichtbar. Ein Mangel an Vitamin B12 zeigt sich in Müdigkeit, Nervosität, Entzündungen, Muskelschwäche oder Blutarmut.

Vitamin B12 ist hauptsächlich in tierischen Produkten wie Fleisch, Innereien, Fisch, Eiern, Milchprodukten und Bierhefe enthalten. Für Vegetarier wichtig: Bio-Joghurte oder Sauerkraut sind ebenfalls Vitamin B12-Lieferanten.

Biotin – das Schönheits-Vitamin

Biotin, auch Vitamin H genannt, ist unentbehrlich für gesunde Haut, Haare und Fingernägel. Es bringt Schwefel in Haut und Haare, sorgt so für deren Geschmeidigkeit, Glanz und Fülle. Außerdem bewirkt Biotin feste, glatte Fingernägel.

Ein Mangel an Biotin zeigt sich in fettiger oder trockener Haut, mattem, glanzlosem Haar, brüchigen Nägeln, Abgespanntheit und Muskelschmerzen.

Es ist vor allem enthalten in Orangen, Eigelb, Tomaten, Soja und Nüssen.

Vitamin C – die Königin der Vitamine

Vitamin C hat nachweislich einen lebensverlängernden Effekt. Es schützt unseren Organismus durch die Bindung freier Radikale und die Stimulierung des Immunsystems vor den zerstörerischen Folgen von Strahlen, Umweltverschmutzung, Rauchen und Infektionskrankheiten. Vitamin C reduziert deutlich die Arteriosklerosegefahr und das Herzinfarktrisiko. Es ist notwendig zum Bindegewebeaufbau und hilft Kollagen aufzubauen, den Stoff, der die Haut straff hält. Adern und Gefäße werden durch Vitamin C abgedichtet und erhalten Stabilität. Außerdem vermag Vitamin C bereits abgelagertes Fett von der Gefäßwand wieder abzulösen und die Produktion des guten HDL-Cholesterins zu steigern. Besonders Raucher leiden unter Vitamin C-Mangel, der durch Nahrung oft nicht mehr ausgeglichen werden kann und eine zusätzliche Vitamin C-Gabe notwendig macht.

Besonders saueres Obst und rohes Gemüse enthalten viel Vitamin C – allerdings nur in frischem Zustand. Länger gelagerte Produkte enthalten nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Vitamin C-Menge.

Folsäure – das Stress-Vitamin

Folsäure ist die Schaltstelle für den Aufbau so genannter Neurotransmitter – Reizsignale – die Empfindungen, Gefühle und Nervenstimulationen kreuz und quer durch den Körper schicken. Darüber hinaus verhindert Folsäure die gefährliche Fettablagerung an den Gefäßwänden und beugt damit Herzinfarkt und Schlaganfall vor. Folsäure ist aber auch wichtig für die Magensäureproduktion, die Magen-Darm-Tätigkeit, die Leberfunktion und die Blutbildung. Folsäure spaltet das gefährliche Homocystein, das für Arteriosklerose verantwortlich gemacht wird, in ungefährliche Eiweißbausteine. Die Hälfte aller Herzinfarkte wäre vermeidbar, wenn wir genügend Folsäure im Blut hätten.

Vor allem grünes Blattgemüse, Leber, Pilze, Milchprodukte und Sojabohnen enthalten Folsäure. Folsäure ist sehr licht- und hitzeempfindlich. Deshalb sollten die Speisen möglichst roh gegessen oder sehr schonend zubereitet werden.

Vitamin D (Calciferol) – die Knochen-Polizei

Vitamin D ist für gesunde Knochen und Zähne unersetzlich, denn erst durch seine Anwesenheit können die knochenbildenden Zellen die Knochsubstanz aufbauen. Vitamin D hat jedoch noch weitere Aufgaben, die ebenso wichtig sind: es stimuliert die Gene, Duplikate für die Zellerneuerung auszuprägen nach denen in der Zelle lebensnotwendige Proteine hergestellt werden. Nur so kann der Stoffwechsel auf Hochtouren laufen.

Der Körper ist in der Lage, Vitamin D selbst aus Sonnenlicht herzustellen. Nachdem wir uns immer seltener im Freien aufhalten, sind wir auf Lebensmittel, die Vitamin D enthalten oder Vitamin D-Gaben angewiesen. Vitamin D-haltige Lebensmittel sind: Lebertran, Seefisch, Leber, Eigelb, Milchprodukte, Avocados und Pilze.

Durch einen 30-minütigen Aufenthalt im Freien kann der Körper den Tagesbedarf an Vitamin D selbst produzieren.

Vitamin E – das Schutzschild

Ausreichend Vitamin E schützt die Zellen und alle wichtigen Körpersubstanzen vor freien Radikalen. Sechs Vitamin E-Moleküle neutralisieren ein gefährliches HDL-Cholesterin, das somit nicht an den Gefäßwänden andocken kann. Vitamin E ist wichtig in der Krebsprophylaxe und bewahrt den Zellen die Jugendlichkeit. Es hält die Fortpflanzungsorgane funktionsfähig und sorgt für Muskelkraft und Ausdauer.

Vitamin E gehört in die Gruppe der fettlöslichen Vitamine und ist vor allem in kaltgepressten Pflanzenölen, Samen, Nüssen, Vollkornprodukten, Eigelb und Blattgemüse enthalten.

Vitamin K – der Wundheiler

Hauptaufgabe von Vitamin K ist die Blutgerinnung. Auch beim Knochenbau spielt Vitamin K eine bedeutende Rolle. Es reguliert den Einbau von Calcium-Phosphat in den Knochen. Es ist bei Kindern und Knochenverletzungen von großer Bedeutung. Ein ausreichend hoher Vitamin K-Spiegel sorgt für Vitalität bis ins hohe Alter.

Schlecht heilende Wunden, Zahnfleischbluten, Nasenbluten und blaue Flecken beim geringsten Anstoßen oder Menstruationsbeschwerden sprechen für einen Mangel an Vitamin K.

Vitamin K ist enthalten in grünem Blattgemüse, Kohl, Haferflocken, Eigelb, Milchprodukten, Tomaten und Leber.