Homöopathische Potenzen

Damit auch sehr giftige Stoffe ohne Gefahr für den Patienten eingesetzt werden können, müssen die Wirkstoffe mehrfach stark verdünnt werden. Dabei stellte Hahnemann fest, dass die Mittel umso intensiver wirkten, je mehr die Arznei verdünnt wurde. Hahnemann führte deshalb das Wort „potenzieren“ ein.

Man unterscheidet D-, C-, M- und LM-Potenzen:

  • D steht für Verdünnung im Verhältnis 1:10

  • C für Verdünnung im Verhältnis 1:100

  • M ist eine Verdünnung im Verhältnis 1:1000

  • LM oder auch Q für Verdünnungsschritte 1:50 000

Um zum Beispiel eine D 1 Potenz herzustellen, wird ein Tropfen der Ausgangssubstanz mit neun Tropfen Alkohol gemischt und verschüttelt. Nimmt man von dieser D 1 Potenz wiederum einen Tropfen und verdünnt ihn mit neun Tropfen Alkohol, so erhält man die Potenz D 2. Bei einer C-Potenz wird ein Tropfen Ursubstanz mit 99 Teilen Alkohol gemischt und verschüttelt.

Man unterscheidet Tiefpotenzen, mittlere Potenzen und Hochpotenzen die auf unterschiedlichen Ebenen wirken. Von Tiefpotenzen spricht man bis zu einer Potenzierung von D 12 beziehungsweise C 12. Mittlere Potenzen reichen bis D30 oder C 30. Bei einer Potenzierung über 30 spricht man von Hochpotenzen. Grundsätzlich werden Tiefpotenzen für akute Symptome gewählt, während mittlere und Hochpotenzen bis in die psychische Ebene wirken.