Tierhaare

Allergien auf Tierhaare nehmen in den letzten Jahren besonders bei Kindern dramatisch zu. Bisher nahm man an, dass diese Entwicklung durch die vermehrte Tierhaltung in Wohnungen und den teilweise engen Körperkontakt zu Tieren gefördert wurde. Doch neuere Studien deuten nun einen widersprüchlichen Trend an.

Amerikanische Wissenschaftler kamen zu dem verblüffenden Ergebnis, dass die Gegenwart von Haustieren in den ersten Lebensmonaten das Allergierisiko bei Kindern senken könnte. Nach einer aktuellen Studie an 500 Kindern erkrankten jene, die mit mindestens zwei Katzen oder Hunden aufwuchsen nur etwa halb so oft an Allergien, wie Kinder ohne Haustiere. Diese Ergebnisse korrelieren gut mit der seit einiger Zeit diskutierten „Schmutztheorie“. Diese besagt, dass durch übertriebene Hygiene das Immunsystem von Kleinkindern zu wenig trainiert wird. Ist jedoch in einer Familie bereits jemand an einer Allergie erkrankt, gilt weiterhin, dass man grundsätzlich auf die Anschaffung von Haustieren verzichten sollte.