Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Die Ursachen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind bisher im Detail noch nicht erforscht. Typisch für beide Krankheiten ist, dass sie in Schüben verlaufen. Betroffen sind vornehmlich Jugendliche und jüngere Erwachsene.

Die Patienten leiden unter wässrigen Stühlen mit Blut- und Schleimabsonderungen, die bis zu 15-mal am Tag abgesetzt werden und von schmerzhaften Koliken begleitet sein können. In schweren Fällen bilden sich Fisteln, die häufig operativ entfernt werden müssen. Weitaus gefährlicher ist jedoch ein lebensbedrohlicher Darmverschluss.

Bei der Colitis ulcerosa ist die Ausdehnung der Entzündung auf den End- und Dickdarm beschränkt, beim Morbus Crohn kann der gesamte Verdauungstrakt von der Mundhöhle bis zum After betroffen sein. Beiden Krankheitsbildern gemein sind Begleitsymptome wie Fieber, körperliche Schwäche, Gewichtsverlust und Entzündungen an anderen Schleimhäuten, zum Beispiel an Gelenken oder Augenbindehäuten.

Es wird angenommen, dass die Entzündungsvorgänge neben genetischen Vorprägungen auch durch psychische Faktoren, vor allem durch Verlusterlebnisse und Verlustängste, ausgelöst werden. Erwiesen ist mittlerweile, dass sie durch Reiz- und Entzündungsstoffe im Darm provoziert und unterhalten werden. Vermutlich handelt es sich dabei um Nahrungsbestandteile oder Antigene von Mikroorganismen, mit denen das Immunsystem im Darm nicht fertig wird und sich deshalb in einem ständigen Alarmzustand befindet.