Ozon-Therapie

Ozon (O3) ist als drei-atomige Sauerstoff-Verbindung O3 eine energiereiche Form des normalen atmosphärischen Sauerstoffs (O2). Das medizinische Ozon ist immer ein Gemisch aus Ozon und Sauerstoff. Seine stark ausgeprägten Bakterien tötenden, Pilz tötenden und Viren inaktivierenden Eigenschaften macht man sich in der medizinischen Anwendung zunutze.

Das Reizgas spaltet Schadstoffe in ihre unschädlichen Bestandteile (=Neutralisation). So bindet es beispielsweise im Blut enthaltene „freie Radikale“ und neutralisiert diese.

Ablauf

Bei der großen Ozonbehandlung werden dem Patienten aus der Armvene zirka 50 ml Blut entnommen, das mit einer exakt definierten Ozonmenge angereichert wird. Anschließend wird das so aufbereitete Blut dem Patienten wieder als Infusion zugeführt. Diese Behandlung dauert ca. 20 Minuten.

Bei der kleinen Ozonbehandlung werden etwa 10 ml Blut aus der Armvene entnommen, mit Ozon angereichert und in den Gesäßmuskel gespritzt.

Indikationen

  • Viruserkrankungen
  • Vorbeugung bei viralen Infekten
  • Durchblutungsstörungen
  • Immunmodulation
  • Allergische Erkrankungen
  • Revitalisierung
  • begleitende Krebstherapie

Wirkung

Die durchblutungsfördernde Eigenschaft nutzt man bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen und zur Revitalisierung.

Im niedrig dosierten Konzentrationsbereich werden die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, das heißt, das Immunsystem aktiviert. Immunzellen produzieren als Antwort auf ihre Aktivierung durch medizinisches Ozon spezifische Botenstoffe, die Zytokine (wie Interferone oder Interleukine), die andere Immunzellen informieren und so die ganze Kaskade der Immunantwort in Gang setzen. Der Einsatz des medizinischen Ozons zur Immunaktivierung bei einer schlechten Immunlage und Immundefizit scheint daher sinnvoll.